Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
66
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Carric=Thura.66die Worte von Fingal, und sah' das steigendeMädchen: sie standen (*) schweigend in ihrerSchönheit; wie zwey junge Bäume auf der Eb'ne,wenn der Regen des Frühlings ihre Blätter be-feuchtet, und die Winde verbrausten.Tochter von Herman, sprach' Frothal,kam'st du von den Strömen von Tora; kam'sdu, in deiner Schönheit, deinen Krieger besiegtzu erblicken? Er war aber von den Mächtigenbesiegt, du Mädchen des sanftrollenden Augs!Die Feigen überwanden nicht den Erzeugten desim Wagen getrag'nen Annir! Schreckbar biſtdu, o König von Morven! in den Schlachtendes Speers. Im Frieden aber bist du, wie dieSonne, wenn sie den stillen Regen durchschaut:vor ihr heben die Blumen ihre reitzenden Häup-ter; die Lüfte schütteln ihre säuselnden Flügel. Owärst du in Sora! mein Mahl mit mir zu ge-nieſſen! Die künftigen Könige von Sora, wür-den deine Waffen erblicken, und sich erfreuen.Sie würden sich erfreuen bey dem Ruhm' ihrerVäter, welche den mächtigen Fingal besah'n!Sohn von Annir, versetzte der König,der Ruhm von Soras Geschlecht wird gehört!Wenn Helden im Krieg' überwinden, dann wirdder Gesang sich erheben! Wenn aber ihre Schwer-ter über Schwache sich strecken: wenn das Blutder Feigen ihre Waffen befleckt; wird sie der Bar-de im Liede vergessen; ihre Gräber werden un-bekannt liegen. Dort wird der Fremdling kom-men(*) Frothal und Utha.