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Verlag von Q Voß H Cie. in Düsseldorf.
Movellen
von
Ernst Narre.
Inhalt: Eine moderne Ehe. Grnün. Jugendliede.
199 S. 8°.Preis: brosch. 8,60 M„ «leg, gebunden 4.5N M.
Fränkischer Kurier: „Drei Novellen, darunter eine in Versen, enthältdas Buch, die sich wohlthuend vor der Dutzendliteratur, wie sie gegenwärtigfabrizirt wird, auszeichnen. Dabei sind es weder pikante Kabinetstücke fürFeinschmecker, die uns hier geboten werden, noch überraschend neue, seelischeKonflikte, deren Lösung vorgeführt wird, sondern schlichte Episoden aus demMenschenleben, die sich täglich in immer neuen Variationen wiederholen. Aberihre Darstellung ist geschmackvoll und psychologisch fein, die Zeichnung derFiguren "charakteristisch und eingehend,"
Hamburger Fremdenblatt: „Barre hat sich den Namen eines kurzweiligen,spannenden Erzählers erworben. Er verleugnet ihn auch in diesen, seinenneuesten Novellen nicht, auf welche das Wort „abenteuerlich" im besten Sinnepaßt. Von den drei Novellen dieser Collectiv« ist die zweite „Erwin" nachHeyse'schem Muster versificirt, und zwar glatt und elegant in Iamben undReime gebracht."
Kölnische Zeitung: „Aus dieser kleinen Nouellensammlung spricht einvornehmer Geist, der sich geschmackvoll und mit künstlerischen Absichten zugeben weiß. Das Buch ist erfreulich, weil es einen künstlerischen Zug in sichträgt und nicht die dreiste Gedankenlosigkeit des Handwerkes und der Dilettantenzeigt, die schamlos die abgerissensten Lappen dem gutmüthigen Publikum alsneue Stoffe anbieten."
f)osener Zeitung: „Von den drei Novellen „Eine moderne Ehe", „Erwin"und „Jugendliebe" ist die erstgenannte die bedeutendste und am meisten aus-geführte. Sie schildert den Konflikt, in den ein geistvoller und feuriger Manngeräth, als er in seiner hübschen und reichen Frau ihre grenzenlose Ober-flächlichkeit, ihr Unvermögen, ihm auch nur das geringste geistige Verständnißentgegenzubringen, entdeckte und neben dem Kiesel des echten Edelsteinesgewahr wird. Der Leichtsinn, mit dem auch er, ohne daß ihn etwas oderJemand gezwungen, eine auf weltlichen Vortheil mehr als feelische Gemeinschaftstrebende „moderne Ehe" geschlossen, rächt sich furchtbar. Tragisch endet diese,wie die zweite in Versen geschriebene Novelle, während die dritte fröhlichaufklingt. Allen dreien gemeinsam ist die künstlerische und feine Weise derDarstellung, die Beherrschung des Styls und der Sprache."
Gartenlaube: „In der Sammlung Novellen, welche Ernst Barre ver-öffentlicht, scheint uns die zweite: „Erwin", welche, abweichend von den beidenanderen, in poetischer Form gegeben ist, die ansprechendste zu sein. Doch weißder Verfasser auch in Prosa geschickt zu erzählen und das Interesse des Lesers -durch psychologische Vertiefung feiner Stoffe und Charaktere zu gewinnen,"
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