Verlag von L. Voß sc Cie. in Düsseldorf.
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überall in der Beschreibung des einzelnen nach einem festen Plan, der dieOrientirung dem Leser erleichtert. Klarheit und Kürze sind bei solchen Arbeitendi« ersten Erfordernisse, und es ist unverkennbar, daß der Verfasser mit Eiferund im allgemeinen auch mit Erfolg nach diesen Eigenschaften gestrebt hat...,Der Inhalt des Buches umfaßt die Monumente von der Nömerzeit bis zumAusgang des vorigen Jahrhunderts, woraus allein schon auf den Reichthumdesselben geschlossen werden mag. Was die Beschreibungen selbst betrifft, sodarf ich sie, da ich in den wichtigsten Fallen aus eigener Anschauung nachzu-prüfen vermag, als genau und sorgfältig ausgeführt bezeichnen. Es brauchtKundigen nicht erst bemerkt zu werden, daß auf dem hier zur Behandlunggekommenen Gebiete die romanische Baukunst den Lüwennntheil behauptet.Handelt es sich doch um die glänzenden Kirchenbauten von Andernach, Laach,Sinzig, Linz, Bacharnch, Coblenz u. a. Bei den Kirchen St. Eastor und St.Florin dieser letzteren Stadt ist es dem Verfasser nicht entgangen, daß derUntertheil der Westfa?aden zu den ältesten romanischen Denkmälern Deutschlandsgehört, und zwar gilt dies namentlich von St, Castor, wo die schwachen Master»kapitale des zweiten Stockwerks zum Primitivsten und Ungeschicktesten gehören,was man von Nachbildung korinthischer Formen sehen kann. Es ist dabei zubetonen, daß erst die fortgeschrittene romanische Kunst an Stelle der Pilastermit ihren nntikisirenden Gesimsen die Lisenen mit ihren Rundbogenfriesen setzt.Außer der romanischen Kunst ist die strenge Frühguthik durch den Dom zuWetzlar, die elegante Baukunst des 14. Jahrhunderts durch Monumente wiedie Stiftskirche zu Oberwefel und die zierliche Ruine der Wernerskirche beiBacharnch, die Spätgothik besonders durch anziehende Werke der Kleinkunstvertreten. Aber auch die gerade in diesen Gegenden noch ziemlich zahlreichenUeberreste mittelalterlicher Nurgen und Stadtbefestigungen sind mit Sorgfaltbeschrieben. Für die Renaissance treten besonders die Grabmäler, namentlichzu Oberwesel, Noppard, Simmern u, s, w. in den Vordergrund, und endlichwerden auch die oft bedeutenden Barockwerke der Iesuitenlunst nach Gebührgewürdigt. '. . ."
Vomvikar 5chuütgen in Köln widmet dem Vuche in der WestdeutschenZeitschrift für Geschichte und Kunst eine eingehende Abhandlung, in welcherderselbe u, A, sagt! „, . . Ein 50 Bogen umfassender hübsch ausgestatteterOktavband liegt vor. Er umfaßt den Regierungsbezirk Coblenz mit feinen13 Kreifen und 611 Ortschaften, vr. Lehfeldt hat sich der unsäglichen Müheunterzogen, sie alle zu durchwandern, um ihre Kunstdenkmäler an Ort undStelle zu erforschen, zu studiren und knapp zwar, aber doch gründlich undverständlich zu beschreiben. Das ist eine mühselige, aber auch eine sehr schwierigeAufgabe, da sie eine außergewöhnliche Menge verschiedener Kenntnisse voraus-setzt. Denn sie verlangt einen genauen Einblick in die einzelnen Kunstepochenvon der römischen bis zu der des Zopfes und in deren Stilarten, Sie erforderteine Vertrautheit mit den verschiedenen Kunstgaltungen, mit der Architektur i»erster Linie, aber auch mit der Plastik und Malerei in ihren verschiedenenZweigen, mit der Goldschmiedekunst, der Weberei und Stickerei, Die manch-füchen Techniken, die hierbei zur Verwendung gekommen sind, dürfen nichtunbekannt sein, auch nicht einige archäologische Hülfswissenschnften, namentlichdie Ikonographie und Paläographie, Endlich ist ein tieferer Einblick in diegeschichtliche Entwicklung der betreffenden Provinz unentbehrlich. So uielfeitigeKenntnisse finden sich aber äußerst selten in einer Person vereinigt, zumal beidem neuern mehr auf Spezialisirung gerichteten Standpunkte der Alterthums-Wissenschaft , . . Der vorliegenden Beschreibung der Bau- und Kunstdenkmnlerim Regierungsbezirk Coblenz merkt man es leicht an, daß ihr Urheber mit derArchitektur sehr vertraut und mit den übrigen Kunstzweigen um so verwachsenerist, je mehr sie von jener beeinflußt sind. Das ist kein Fehler, vielmehr einVorzug, da der bei weitem überwiegende Theil sämmtlicher Denkmäler, wieüberhaupt, so namentlich in diesem Bezirke, baulicher Art ist . , , ,"
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