Ein Gedicht.231deiner Seele, o König von Sora! dein Armwar schreckbar im Krieg'!Lorma saß' in der Halle von Aldo.Sie saß' beym Licht' einer flammenden Eiche.Die Nacht stieg' herab, aber er kehrte nicht wie-der zurück. Lormas Seele war trüb! "Washält dich, du Jäger von Cona, zurück. Du hastversprochen zu kehren. Waren die Hirsche weitin der Ferne? Brausen an der Heyde, die düsternWinde um dich! ich bin im Lande der Fremden,wer ist mein Freund, als Aldo? komm' von dei-nen erschallenden Hügeln, o mein bester Geliebter!Sie wandt' ihre Augen gegen das Thor.Sie lauscht zum brausenden Wind. Sie denkt,dies seyen die Tritte von Aldo. Freud' steigt in ihremAnklitz'! aber Wehmuth kehrt wieder, wie amMond' eine dünne Wolke, zurück. “ Willst du,mein Geliebter, nicht kehren, laß mich das Ant-litz des Hügels betrachten. Der Mond schreitetin Osten. Der Busen der See ist ruhig undglänzend! wann werd' ich seine Hunde, vom Ja-gen rückkehrend, beschau'n! wann werd' ich seineStimme, laut und entfernt, im Winde, verneh-men? komm', von deinen erschallenden Hügeln,du Jaͤger des waldigten Cona!“ sein dünnerGeist erschien an einem Felsen, wie ein wäßrig-ter Strahl des schwächern Lichts: wenn plötzlichder Mond zwischen zween Wolken ausbricht, undmitternächtlicher Regen an den Feldern herrscht!sie folgte, über der Heyde, der leeren Gestalt.Sie erkannte den Falk ihres Helden. Am Windvernahm' ich ihr nahendes Wimmern. Wie dietrau-P 4
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten