Ein Gedicht.225zum Grab‘! aber nie beleidigte Schwache meineRechte. Nie rührte mein Stahl die Waffen derFeigen. O Morven, Morven! ich seh' dieSturme, die künftigen Stöhrer deiner Hallenwenn meine Kinder im Kampfe erliegen, undkeiner in Selma zu wohnen verbleibt. Dannwerden die Feigen sich nahn, aber sie werdenmein Grabmahl nicht kennen. Mein Ruhm lebtallein im Gesang'. Meine Thaten sollen, wieein Traum, zu künftigen Zeiten erscheinen!Erragon umringt sein Volk, wie Stürmeden Nachtgeist; wenn er sie von Morvens Gi-pfel beruft, und an Fremde Gebiete zu stür-zen gedenkt. Er kam zu den Ufern von Cona;er sandte seinen Barben zum König'; den Kampfvon Tausenden, oder das Land von zahlreichenHügeln zu fodern! Fingal saß in seiner Halle,von den Freunden seiner Jugend umgeben, diejüngern Helden waren auf der Jagd, weit entferntin der Wüste. Von der Vorzeit sprachen diegraulockigten Helden; von den Thaten ihrer In-gend; als Nartmor (*) der Greiß herankam,der Führer des strömigten Lora.* Dies ist nicht die Zeit,sagte Nartmor,„Gesänge der Vorwelt zu hören; Erragon runzeltsei-die Zunft von Morni auf eben dem Tage, da Fingalzur Welt kam, erlegt; so, daß man richtig sagenkann, er wäre in Mitte der Schlachten gebohren.(*) Neart=mor, große Kraft. Lora, sausend.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten