Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
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224
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224 Die Schlacht von Lora.Aldo kehrte mit Ruhm' nach Soras er-habenen Mauern. Von ihrem Thurm' schautedie Gattin Errasons, Lormas feuchtrollende Au-gen. Ihre gelben Locken fliegen am Winde desMeers. Ihr weisser Busen steigt, wie Schneean der Heyde; wenn ihn die sanften Winde erhe-ben, und langsam im Lichte bewegen. Sie sahdie Jugend von Aldo, wie den Strahl der schei-denden Sonne von Sora. Seufzer durchfuhrenihr weichliches Herz. Thränen füllten ihre Au-gen. Ihr weisser Arm stützte ihr Haupt. DreyTage saß sie in der Halle, und hüllte ihren Jam-mer in Freude. Sie entfloh' mit dem Heldenam vierten, längs dem störrischen Meer'. Siekamen zu Conas bemoosten Thürmen, zu Fingal,dem König' der Speere.Aldo, hochmüthiges Herz!" sprachFingal, steigend im Zorn': "soll ich dich gegendie Wuth von Soras beleidigtem König' beschützen!wer würd dann meine Krieger, in seinen Hallenempfangen! wer wird das Gastmahl der Fremdenertheilen, da Aldo, die kleinmüthige Seele, mei-nen Namen in Sora befleckte. Geh', feiger Krie-ger, geh' zu deinen Hügeln. Geh', berg dich indeinen Höhlen. Wir müssen traurige Schlachtenmit Soras düsterm Könige kämpfen. O Geistdes edlen Trenmor! wenn wird Fingal zu käm-pfen aufhören! ich ward in der Mitte der Schlach-ten (*) gebohren, und muß wandeln im Blutezum(*) Comhal, Fingals Vater wurde im Kampfe gegen