226 Die Schlacht von Lora.seine Stirn an der Küste, und hebt zehn tausendKlingen. Düster ist der König, in der Mitteseiner Führer! er gleicht dem versinsterten Mond',mitten in schreckbaren Bildern der Nacht; wennsie längs seinen Säumen hinschweben, und daserloschene Licht seiner verfinsterten Scheibe er-neuern. " " Komm," sagte Fingal, "von dei-ner Halle, komm, du Tochter meiner Liebe: kommvon deiner Halle, Bosmina (*) du Mädchendes strömigten Morven! Nartmor nimm dieRosse der Fremden. Begleite die Tochter vonFingal! laß sie den König von Sora zum Mahle,zu Selmas beschatteten Mauern einladen. Bietihm, Bosmina, den Frieden der Helden, dieSchätze des muthigen Aldo. Unsre Jugend istweit in der Ferne. Das Alter ist an unsern zit-ternden Händen!Sie kam zum Heere Errasons, wie einLichtstrahl zu einer Wolke. Man sah' in ihrer Rechteeine funkelnde Muschel, einen goldenen Pfeil in ihrerLincken. Die erste zum frölichen Zeichen des Friedens,der letzte zum Zeichen des Kriegs. Erragon glänztevor ihr, wie ein Fels, vor den plötzlichen Strahlender Sonne; wenn sie aus einer gebrochnen Wolke,durch heulende Winde getheilt, hervorbricht!„Sohn des entfernten Sora!" begann' dasmilderröthende Mädchen, "komm' zum Mahledes Königs von Morven, zu Selmas beschatte-ten Mauern, nimm den Frieden der Helden, cKrie-(*) Bos=mhina, sanfte und zarte Hand, sie war diejüngste der Töchter von Fingal.
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