Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
212
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Der Tod Cuthullins.212Ebne? in seiner Eil' ist Betrübniß. Hoch hebter die Lanze von Calmar. Sie ist, o Aleletha,mit Blute bedeckt! Aber, o Schwester desfürstlichen Calmar! sie ist mit dem Blute derFeinde (*) bedeckt! nie kehrte ſein Speer mitBlut' unbefärbt! Nie sein Bogen vom Streiteder Mächtigen. Vor ihm werden Schlachten ver-zehrt: Alona! er ist eine Flamme des Tods.Jüngling (**) der traurigen Eil'! wo ist Alcle-thas Erzeugter. Kehrt er mit Ruhme, in derMitte ſeiner ſchallenden Schilde! du biſt düſterund schweigend! so ist Calmar nicht mehr. Sagnur nicht, Krieger, wie er fiel'. Ich muß seineWund nicht vernehmen! Warum schaust dugegen die Wüste, du Mutter des erschlagenenCalmar!Dies war' Carrils Gesang, da an seinemSchild' Cuthullin geruht. Die Barden ruhtenan ihren Harfen. Sanft stieg' der Schlaf rund-um herab. Semos Erzeugter wachte allein.Mit Krieg' war seine Seele beschäftigt. Die bren-nenden Eichen fiengen an zu vergehn. Matt undroth dehnt' sich umher das Licht. Eine schwacheStimm' ließ' sich hören! der Geist von Calmaierschien'! dämmernd schritt' er im Strahl'. DieWund seiner Seite war dunkel; verworren, undlos seine Locken. Freud sitzt bleich in seinem Ant-litz'.(*) Alcletha spricht.*) Sie wendt sich zu Larnir dem Freunde Calmarsder mit der Zeitung seines Tods zurückgekommen war.