Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
210
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210 Der Tod Cuthullins.schaut die Sonne am Feld'; allmählig wächst derSchatten des Hügels!* Hebt, " sprach' zu seinen hundert Bar-den Cuthullin, "das Lied des edlen Fingal.Das Lied, das er bey der Nacht, wenn Träumezu seiner Ruh' herabsteigen, vernimmt: wennBarden entfernte Harfen berühren, und dasschwache Licht an Selmas Mauern erglänzt.Oder laß Laras Jammer aufsteigen. Die Seuf-zer der Mutter von Calmar, (*) als er verge-bens an seinen Hügeln gesucht ward; als sie sei-nen Bogen in der Halle erblickte. Carril hangCaitbats Schild an jenen Zweig. Nah' sey dieLanze Cuthullins; daß der Klang meines Kampfsmit dem grauen Strahle des Aufgangs sich he-be. Der Held lehnt' sich an den Schild seinerVäter: das Lied von Lara erhob sich! die hun-dert Barden standen entfernt: Carril allein bliebneben dem Führer. Von ihm kamen die Wortedes Lieds. Traurig war' die Stimme seinerHarfe.Al-(*) Calmar, Sohn Mathas. Sein Tod ist ausführlichim 3. B. Fing. erzehlt. Er war Mathas einzigerSohn, und sein Geschlecht erlosch mit ihm. Der Sitzdieser Familie lag' an den Ufern des Flusses Lara,nicht fern vom Lego, und vermuthlich, ohnweitdem Orte, wo Cuthullin gelagert war, welcher Um-stand ihm Alcletas Klagen zu Gemüth führte.