193Ein Gedicht.Lamhor? Das Licht des Speers war lang vonTuras dunkeln Mauern abwesend. Kommt ihrvom rollenden Meer!? oder von Temoras (*)traurvollen Hallen?„Wir kommen vom Meer',“ sagt' ich,„ von Uſnoths ſteigenden Thürnen. Wir ſinddie Söhne Slissamas, (**) der Tochter desim Wagen getragenen Semo. Wo ist TurasGebieter, o Sohn der schweigenden Halle? Aberwarum sollte Nathos es fragen? denn ich sehdeine Thränen; wie fiel' der Mächtige, o Sohndes einſamen Tura?“ “Er fiel' nicht,“ ant-wortete Lamhor; "wie der schweigende Sternder Nacht, wenn er durchs Dunkel fliegt, undverschwindt. Aber er war wie ein Luftbild, dasin ein ferneres Land hineinschießt. Der Tod be-gleitet seinen gräßlichen Lauf, selbst ist es einZeichen des Kriegs. Traurig ſind die Ufer vonLego, und das Brüllen des strömigten LocalDort fiel' der Held, o Sohn des edlen Usnoth.“Umringt von Todten stürzte der Held, sagtich,(*) Temora war der Sitz der Oberkönige von Ireland.Es wird hier traxervoll genannt wegen des Tods Cor-macs, der durch Cairbar, der sich seines Thronesanmaßte, ermordet ward.1) Slis=seamha, fanfter Busen. Sie war die GattinUsnoths, und Tochter von Semo, dem Gebieter derneblichten Insel.
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