137Ein Gedicht.Freude beſtrahle das Antlitz des Greiſen.Die versammelten Thränen seiner Augen flossen her-unter, es zitterten die Lippen von Colla. Seingrauer Bart pſif in dem Wind'. "Du biſt Tru-thils Schwester,“ sagt' er, "du brennst in derGluth seiner Seele. Ergreif', Darthula, er-greif' diesen Speer, diesen ehernen Schild, die-sen blitzenden Helm: dies ist die Beute einesKriegers, eines Sohns der frühzeitigen Jugend!Wenn über Selama die Sonne sich hebt, wollenwir Cairbarn in seinem Wagen begegnen;halt du dich aber beym Arm' von Colla, unterdem Schatten meines Schilds. Sonst konntedein Vater dich schützen, Darthula, für Alteraber bebt seine Rechte. Die Stärke seines Armsist vergangen, Jammer verdunkelt seine Seele.Die Nacht gieng in Wehmuth vorüber,das Licht des Morgens erhob sich. Ich schim-merte in Waffen der Schlacht. Der graulockigteHeld rückte voran. Die Söhne Selamas ver-sammelten sich, um Collas schallenden Schild.Es waren ihrer wenig auf der Ebne, und ihreLocken waren grau. Die Jünglinge fielen mitTruthil, in der Schlacht des im Wagen getra-genen Cormac. "Ihr Freunde meiner Jugend!sagte Colla, "so haben sie mich nicht in Waffengesehn. So schritt ich nicht zum Treffen voran,da Confadan der Große erlag'. Aber ihr seydmit Wehmuth belastet. Die Dunkelheit des Al-ters zieht sich, wie der Nebel der Wüste heran.Mein Schild iſt von Jahren verzehrt, meinSchwert—
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