183Ein Gedicht.Liebreich bist du, o Fremdling," sagtesie, * denn ihre bebende Seele erhob sich. Schönbist du in deinen Gesechten, du Freund des ge-fallenen Cormac. (*) Warum stürzst du voranin deinem Muth', o Jüngling mit röthlichemAntlitz'? wenig sind deiner Krieger im Kampf' ge-gen den düsterblickenden Cairbar! v wär' ich vonseiner (**) Liebe befreyt, daß ich bey der Ge-genwart Nathos frolocke! Gesegnet sind die Fel-sen von Etha! sie werden seine Schritte im Ja-gen beschau'n! sie werden seinen weissen Busenbeschaun, wenn die Winde seine fliessenden Lockenerheben!“ Dies waren deine Worte, Darthula, inden moosigten Thürnen Selamas. Aber itzo um-ringt dich die Nacht, die Winde haben deineSegel betrogen; sie haben deine Segel betrogen,Darthula! Laut brausen ihre rauschenden Stim-men. Hör' auf ein wenig, o Nordwind; laßmich die Stimme der lieblichen hören. LieblichM 4einer angenehmen weiten Aussicht. In diesen frühenZeiten baute man die Schlösser auf Anhöhen, die Ge-gend zu übersehen, und wider Anfälle sicher zu seyn.Viele Oerter wurden deswegen Selama genannt. Fin-gals berühmtes Selma sprießt von der nemlichenWurzel.(*) Cormac der junge König von Ireland, der heimlichvon Cairbar ermordet ware.*) D. i. von der Liebe Cairbars.
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