162Lathmon.Plötzlich entfuhr' er seiner Stelle. Seine grauenLocken theilten sich an seinem Rücken. Er gedachteder Thaten verflossener Jahre.„Mein Sohn, sprach er zum schön-lockigten Gaul, "ich hör' das Gerassel des Kriegs.Der König von Morven ist zurückgekehrt, seineZeichen sind an den Winden verbreitet, geh' zuden Hallen von Strumon; bring' Morni seineWaffen. Bring' den Schild der letztern Jahremeines Vaters, denn mein Arm beginnt zu ver-gehn. Nimm du deine Rüstung, o Gattl; undstürz' zur ersten deiner Schlachten. Laß deinenArm den Ruhm deiner Väter erreichen. DeinLauf sey, wie der Flügel des Adlers, im Feld'.Warum sollst du fürchten den Tod, mein Er-zeugter? die Tapfern fallen mit Ruhm'; ihreSchilde wenden den düsteren Strom der Gefah-ren hinweg; Ruhm wohnt an ihren veraltetenLocken. Siehst du nicht, o Gaul, wie dieSchritte meines Alters beehrt sind? geht Mornidaher, begegnet ihm die Jugend mit Ehrfurcht,sie beschaut mit schweigender Freud' seinen Lauf.Aber nie floh' ich Gefahren, mein Sohn! meinSchwert blitzte durch die Schatten des Kriegs.Fremdlinge schmolzen vor mir; vor mir wurdendie Mächtigen versengt.Gaul brachte die Waffen zu Morni.Der alte Held bedeckt sich mit Stahl. Er grisden Speer in seine Rechte, der mit dem Blutder Tapfern befärbt war. Er schritt gegen Fin-gal, sein Sohn begleitet seine Tritte. ComhalsSohn stieg' mit Freude vor ihm, als er in seinenLocken des Alters herankam'.Ge-
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