Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
150
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Fingal.150Von seinem Hayn' begegte ihm Cracas Gebieter:denn damahls im Kreise von Brumo, (sprach er zum Stein des Vermögens. Der Kampfder Helden war schreckbar für das Mädchen derſchneeweiſſen Bruſt. Bey Conas Strömen reichtezu Grumal, der Ruhm des Mädchen von Cra-ca. Er schwur das weißbusigte Mädchen zu ha-schen, oder am erschallenden Craca zu sterben.Sie stritten drey Tage zusammen; am viertenward Grumal gebunden. Sie legten ihn weitvon seinen Freunden, in Brumos scheußlichenKreiß, wo, wie sie sagten, die Geister der Todten,den Stein ihrer Furcht umheulten. Aber erglänzte hernach, wie eine Säule des himmlischenLichts. Sie stürzten unter seiner mächtigen Hand.Grumal erhielt seinen Ruhm!„Hebt, ihr Barden der Vormelt,“ fuhrder große Fingal noch fort, "hebt das Lob derHelden empor: daß meine Seele in ihrem Ruhmefrolocke; daß Wehmuth aus Swarans Gemütheverschwinde.“ Sie lagen an der Heyde vonMora. Ueber die Führer brausten düstere Winde.Hundert Stimmen hoben sich plötzlich: hundertHarfen wurden gespannt. Sie sangen von vori-gen Zeiten, von den mächtigen Führern verflosse-ner Jahre. Wenn soll ich itzt die Barden ver-nehmen? wenn in dem Ruhm' meiner Väter fro-locken? die Harfe ist nicht in Morven gespannt.Die(*) Diese Stelle spielt auf die Religion des Königs vonCraca an.