Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
144
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144Fingal.seines Muths. Lochlins Gebieter bereitet' dasMahl. Er rief den blühenden Trenmor. DreyTage genoß er das Mahl, in Gormals stürmi-schen Thürnen; es wurd ihm erlaubt, den Kampfzu erwählen. Lochlin hatte keinen Helden, dernicht Trenmor gewichen. Der Muscheln Freudegoß sich mit Liedern, zum Lob' des Königs vonMorven herum. Er, der über die Wogen, dererste mächtiger Krieger gekommen!Nun, als der vierte graue Morgen sichhob, ließ der Held sein Schiff in das Meer. Erschritt' längs dem schweigenden Ufer, und riefden stürzenden Wind: denn laut, und entfernt,vernahm' er den Windstoß, brausend hinter denHaynen. Ganz mit stählernen Waffen bedeckt,erschien' ein Sohn des waldigten Gormal! Rothwar seine Wange, und schön seine Locken; seineHaut war weiß wie der Schnee in Morven.Mild rollte sein blaues und lächelndes Aug, alser zum König' der Schwerter ausrief:Bleib' Trenmor, bleib' Erster der Men-schen, du hast nicht Louvals Erzeugten besiegt.Oft traf meine Klinge den Tapfern. Kluge ver-meiden die Kraft meines Bogens. Schön-lockigter Jüngling, antwortete Trenmor, "ichwerd mit Convals Erzeugtem nicht kämpfen.Dein Arm ist schwach, du Schimmer' der Jugend.Zieh dich zu Gormals braunen Hirschen zurück. Aber ich will, versetzte der Jüngling,mitTrenmors Schwert' zurückkehren; und in demSchall' meines Ruhms frolocken. Die Mädchensollen mit Lächeln sich sammeln, um jenen, derTren-