143Sechſtes Buch.Strahle der Nacht. Er sah' Swarans Betrüb-niß, und sprach zum ersten der Barden:Heb', Ullin, hebt den Friedensgesang.Leit' sanft meine Seele vom Krieg. Laß meinOhr, in den Tönen, das gräßlich Geprassel derWaffen vergessen. Laß hundert Harfen sich nah'n,Lochlins Gebieter zu reitzen. Er muß von unsscheiden mit Freude. Nie gieng' jemand traurigvon Fingal. Oscar! die Blitze meines Schwerts,sind gegen die Starken im Kampf'; friedsamliegts mir zur Seite, wenn Krieger im Felde mitweichen.„ Trenmor, (*)“ sagte der Mund derGesänge, "lebte in Tagen verflossener Jahre.Er durchpflügte die Wellen des Nords: ein Ge-fährte des Sturms! Die hohen Felsen von Loch-lins Gebiet, seine Hayne mit brausendem Schall,erschienen dem Held' durch den Nebel: er bandseine weißbusigten Segel zusammen. Trenmorverfolgte den Eber, der durch Gormals Wäldergebrüllt. Viele entslohn vor ihm. Aber er wälztesich im Tod' am Speere von Trenmor. DreyFührer, die dieses erblickten, sprachen vom mäch-tigen Fremdling'! sie sagten, er stand, wie eineSäule von Feuer, in den glänzenden Wassensei-(*) Trennior war Fingals Aeltervater. Diese Geschichtwird eingeführt, die Entlassung Swarans zu er-leichtern
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