130Fingal.“ Hier,“ sagte der Barde des Lieds,hier ruht der erste der Helden. In diesemOrt' liegt schweigend Lamderg: (*) stumm liegtUllin, König der Schwerter: und wer sanft lä-chelnd aus ihrer Wolke zeigt mir ihr lieblichesAntlitz? warum, o Tochter, warum so erblaßt,du erste der Mädchen von Cromla? schläfst dumit den Feinden im Kampf'. Tuathals weiß-busigte Tochter? du warst die Liebe von Tausen-den, aber Lamderg war die deine. Er kam' zuTuras moosigten Thürnen, er schlug' auf seinendunkeln Schild, und rief': "Wo ist Gelschossa,meine Liebste, die Tochter des edlen Tuathal?Ich ließ sie in der Halle von Tura, als ichmit dem großen Ulfadda mich schlug. Kehrbald, sprach sie, o Lamderg, zurück; denn hiersitz ich mit Jammer beladen. Ihr weisser Bu-sen hob' sich mit Seufzern. Mit Zähren warihre Wange benetzt. Aber ich sehe sie nichtmir begegnen; meine Seele nach dem Kriegzu besänftigen. Schweigend ist die Halle mei-ner Freude! Ich vernahm' nicht die Stimmedes Barden. Bran, (90) froh bey der AnkunftLam-(*) Lamh=dhearg, blutige Hand. Gelschossa, weißfüßigt. Tuathal, trotzig. Ulfadda, langer Bart.Ferchids, Ueberwinder der Menschen.(**) Bran ist noch heut zu Tage ein allgemeiner Namevon Windhunden. Es ist ein Gebrauch in Nordschott-land
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