Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
125
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125Fünftes Buch.verwüstet liegen grüngipfligte Büsche. Endlicherlag' Swarans Vermögen: der König der Hay-ne wurd gebunden. So sah' ich an Cona:aber Cona erblick ich nicht mehr! so sah' ichzwey düstere Hügel, durch die Kraft des bör-stenden Stroms, von ihren Stellen gerissen.Sie wanken im Fallen von Seite zu Seite; inder Höhe trafen sich ihre erhabenen Eichen. Danntaumeln sie zusammen mit all ihren Felsen undBäumen; auf ihre Seiten sind die Ströme ge-kehrt. In der Weite erblickt man das rotheVerderben.Ihr Söhne des entfernten Morven,sagt Fingal, "bewacht den König von Lochlin.Er ist stark, wie seine tausend Wogen. SeineHand ist im Kriege geübt. Sein Geschlecht vonden Zeiten der Vorwelt. Begleit' ihn, Gaul,du erster meiner Helden; begleit' ihn Ossian, Kö-nig der Lieder. Er ist der Freund Agändeccas;verwandelt seinen Jammer in Freude. Aber, Os-car, Fillan und Ryno ihr Kinder des Laufs!verfolgt Lochlin über Lena; daß kein künftigesSchiff, Inistores dunkelwälzende Wellen durch-pflüge!Plötzlich flogen sie über die Heyde. Erschritt langsam voran, wie eine Wolke des Don-ners, wenn die schwülen Flächen des Sommersdämmern und schweigen! sein Schwert ist wie einSonnenstrahl vor ihm; schreckbar wie das strö-migte Luftbild der Nacht. Er rückte gegen einenFührer von Lochlin. Er sprach zum Sohn' derWellen: "Wer ist jener so düster und traurig,beym