Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
124
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124Fingal.Wind' des erschallenden Cromla; wenn er,ästigte Forsten der Nacht, von all ihren Felsenzerreißt. Dein Volk ist glücklich, o Fingal!dein Arm soll ihre Kriege ausführen. Du bistder erste in ihren Gefahren; der Klugste in denTagen ihres Friedens. Du sprichst, deine Tau-sende gehorchen: Heere beben beym Klang' deinesStahls. Dein Volk ist glücklich, o Fingaldu König des erſchallenden Selma! Wer iſt je-ner, so düster, so schreckbar schreitend im Don-ner seines Laufs? Wer als Starnos Erzeugter,gegen den König von Morven? Sieh' den Kampfder Gebieter! Er ist der Sturm des Meers,wenn sich zwey Geister in der Weite begegnen,und um das Wälzen der Wogen sich schlagen.Der Jäger vernimmt an seinem Hügel den Lärm.Er sieht die hochsteigenden Wogen, gegen Ard-vens Ufer sich wälzen.So waren Connals Worte, da die Hel-den im Kampfe sich trafen. Dort schallten dieWaffen! dort war jeder Schlag ähnlich hun-dert Hämmern der Schmiede! der Kampf derKönige ist schreckbar! tödtlich der Blitz ihrerAugen! In der Mitte sind ihre dunkelbraunenSchilde gespalten. Ihr Stahl fliegt zerbrochenvon ihren Helmen. Sie werfen ihre Waffen hin-weg. Jeglicher stürzt sich, seinen Gegner zu grei-fen: ihre sennigten Arme umschlangen sich beyde.Sie wenden sich von Seite zu Seite, und span-nen und strecken ihre weit spreitenden Glieder.Aber wenn sich der Stolz ihrer Kräfte erhob,erschütterten sie mit ihren Fersen den Hügel.Von ihren hohen Stellen entstürzen die Felsen;ver-