Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
112
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112Fingal.einem grauen Steine bezeichnet. Ich hab keineGeliebte, o Oscar, der Sorge meines Sohns zuüberlassen. Denn Evirallin, Brannos lieblicheTochter ist todt!Dies waren unsere Worte, als Gaulslaute Stimme, steigend am Wind' herankam'.Hoch schwang' er das Schwert seines Vaters.Wir stürzten zum Blut' und zu Wunden. Wieüber die Tiefe daher Wogen weißstrudelnd schwel-len und brüllen; wie schlammigte Felsen, rauschen-den Wogen begegnen; so griffen und schlugen sichFeinde. Es mischten sich Krieger mit Kriegern,Stahl mit Stahl. Schilde erschallen, Heldenerliegen. Wie hundert Hämmer über den rothenSohn der Schmiede sich heben, so stiegen, soschallten ihre Schwerter!Gaul stürzte heran, wie ein Wirbelwindin Ardven. Der Helden Tod saß an seinemSchwert'. Swaran war', wie Feuer der Wüste,in Gormals erschallender Heyde! Wie kann ichden Tod vieler Speere, durch Lieder zur Nach-welt versenden? Hoch hob sich mein Schwert,und flammte im Kampfe des Bluts. Du warstschreckbar, o Oscar, mein bester, mein tapfer-ster Sohn! Ich frolockte in meiner heimlichenSeele, wenn sein Schwert über Todten entflamm-te. Ueber Lenas Heyde floh'n sie eilends. Wirverfolgten und erlegten. Wie Steine von Felsensich schleudern; wie Aerte in erschallenden Wäl-dern, wie Donner von Hügel zu Hügel, in greu-lich gebrochenem Krachen sich rollt; so folgteSchlag auf Schlag, und Tod auf Tod, vonOst