111Viertes Buch.berandet, wenn sie westwärts, vor dem Strahledes Morgens entflieht, zog sich itzt Selmas Ge-bieter hinweg. Schreckbar ist der Glanz seinerRüstung: zwey Speere blitzen in seiner Hand.Seine grauen Locken fliegen am Wind'. Oftschaut er auf das Schlachtfeld zurück. Den Sohndes Ruhms begleiten drey Barden, seine Befehleden Helden zu bringen. Hoch saß er an Crom-las Seite, und wirbelte die Blitze seines Schwerts;und wir, wie er wirbelte, stürzten voran.Freud' steigt in Oscar Gesicht. SeineWange ist roth. Thränen entstürzen seinem Ang'.Das Schwert ist ein Feuerstrahl in seiner Hand.Er kam, und lächelnd, sprach er zu Ossian:„O Herrscher des Kampfes von Stahl! meinVater, vernimmt deinen Sohn! zieh dich mitMorvens mächtigem Führer zurück. Leih' mirOssians Ruhm. Wenn ich hier falle, gedenk,o Führer, des schneeweissen Busens, des einsa-men Strahls meiner Liebe; Toscars weißhändig-ter Tochter! denn, ihre Seufzer steigen für Os-car, da sie mit röthlichten Wangen, über dieStröme sich beugt, und ihre sanften Locken ihrenBusen umfliegen. Sag ihr, ich sey an meinenHügeln, ein leichtschwebender Sohn des Winds.Sag' ihr, ich könnte an einer Wolke Toscareliebreichem Mädchen begegnen. Errichte, Os-car, errichte ehender mein Grab. Ich werd dirnicht den Krieg übergeben. Mein Arm, der erste,und blutigste in der Schlacht, soll dich zu käm-pfen belehren. Aber stell, mein Sohn, diesesSchwert, diesen Bogen, das Geweih eines Hir-sches, in jene dunkle und enge Behausung, mit
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