95Drittes Buch.als die liebreiche Fainasollis ankam': dieser Son-nenstrahl! dieses milde Licht der Liebe! die Toch-ter des Königs von Craca. (*) Dann kehrt'ich von Conas Heyde zurück. Mein Gefolgwar nicht zahlreich. In der Weite erschien' einweißsegligter Kahn; wir sah'n ihn, wie einenNebel, der die Winde des Meers bestieg'. Ernahte sich bald. Wir blickten die Schöne. Ihrweisser Busen erhob' sich mit Seufzer. In ihrenlosen dunkeln Locken sauste der Wind: von ihrenrothen Wangen flossen Thränen herab. “ Tochterder Schönheit, sagt' ich ruhig, "welcher Seuf-zer steigt aus deiner Brust? kann ich, so jungich auch bin, dich Tochter des Meeres, beschützen?Mein Schwert hat seines Gleichen im Krieg',aber unerschrocken ist mein Herz."Ich flieh' zu dir," sprach sie mit Seuf-zern, “ o Fürst mächtiger Männer! Ich flieh' zudir, o König der wirthlichen Muscheln; du Stützder schwächern Hand! Der König von Cracaserschallender Insel, hieß mich den Sonnenstrahlseines Geschlechts. Cromlas Hügel erschallten,mit verliebten Seufzern, um die unglücklicheFainasollis! Soras Gebieter erblickte mich reitzend;(*) In einer so entfernten Zeit, ist nicht leicht zu bestim-men, wo dieses Craca lag'. Die wahrscheinlichsteMeynung ist, daß es eine der Schettländischen Inselngewesen seye. Im 6ten Buche finden wir eine Ge-schichte von der Tochtet des Königs von Craca.
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