Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
92
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92Fingal.nen Antlitz': seine Augen rollen im Feuer seinesMuths. Fingal erblickte Starnos Erzeugten:er erinnerte sich Agandeccas. Denn Swaranhatte mit Thränen der Jugend, seine weiß-busigte Schwester betraurt. Er schickte Ullin,den Sänger, ihn zum Mahle der Muscheln zuladen: denn angenehm in Fingals Seele, kehrtedie Erinnerung, der ersten seiner Liebe zurück!Ullin kam mit veralteten Schritten, undsprach zu Starnos Erzeugtem: "o du, der duwohnst in der Ferne, wie ein Fels von deinenWellen umflossen! komm' zum Mahle des Königs;verzehr' mit Ruh' diesen Tag. Laß uns morgenkämpfen, o Swaran, und die erschallendenSchilde zerbrechen.zorniger Sohn, "heut brechen wir die schallendenSchilde: morgen wird mein Mahl ausgebreitet;aber Fingal soll am Boden niederliegen.Laßmorgen sein Mahl sich ausbreiten, sagt' Fingalmit Lächlen, "heut werden wir, meine Söhne,die erschallenden Schilde zerbrechen. Steh' Ossianneben meinem Arm'. Gaul, heb' dein schreckli-ches Schwert. Spann' deinen Bogen, o Fer-gus. Fillan, wirf deinen Speer durch die Luft.Hebt eure Schilde, wie den dämmernden Mond.Eure Speere seyen Luftbilder des Tods. Folgtmir im Pfad' meines Ruhms; gleicht meinenThaten im Kampf'.Wie hundert Winde an Morven; wieStröme von hundert Hügeln; wie Wolken all-mählig durch den Himmel sich schwingen; wiedas düstere Meer an den Ufern der Wüste sichstürzt;