Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
70
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70Fingal.des Hügels ist seine Gestalt. Er kömmt zumOhre der Ruh. Er hebt seine schwächliche Stim-me; wie das Summsen der Biene des Bergs;wie die versammleten Mücken des Abends! aberDegrena fällt wie eine Wolke des Morgens:Lochlins Schwert durchdringt ihre Seite. Cair-bar, sie ist gefallen, der steigende Gedanke deinerJugend. Sie ist gefallen, o Cairbar, der Ge-danke deiner jugendlichen Stunden!" Der trotzigeCairbar vernahm' den trauervollen Klang; erstürzt voran wie ein Wallfisch des Meers. Ersah' den Tod seiner Tochter. Er brüllte in derMitte von Tausenden. Ein Sohn von Lochlinbegegnete seinem Speer: von Flügel zu Flügelverbreitet sich die Schlacht! wie hundert Windein Lochlins Haynen; wie Flammen in den Fich-ten von hundert Hügeln, so laut, so verderblich,so ungeheuer wurden die Reihen der Krieger ge-fällt. Cuthullin hieb' Helden wie Disteln; Erinwurd von Swaran verzehrt. Unter seiner Handstürzte Curach und Cairbar des wölbigtenSchilds. Morgan liegt in ewiger Ruh'! Caoltzittert im Sterben! seine weisse Brust ist mitBlute befärbt; sein gelbes Haar an seinesVaterlands Boden zerstreut! dort, wo er fiel, hater oft das Mahl ausgebreitet. Dort tönte er öf-ters die Stimme der Harfe: wenn ihn seineHunde mit Freude umsprangen; und die Jugendder Jagd den Bogen bespannte!Swaran rückte immer voran, wie einStrom, der aus der Einöde bricht. Die kleinenHügel sind in seinem Laufe gerollt; halb sind dieFelsen bey seiner Seite gesunken! aber vor ihmstand