Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
69
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69Zweytes Buch.die schweigenden Strahlen des Himmels anfallen!Cuthullin schreitet in Waffen voran, wie einzorniger Geist vor einer Wolke; wenn Luftdämpfeihn mit Feuer umgeben, wenn er düstre Windein seiner Rechte ergreift. Carril, fern auf derHeyde tönt das Horn der Schlacht. Er hebt dieStimme des Lieds, und geußt seine Seele in dieSeelen der Tapfern.„Wo,“ sprach der Mund des Gesangs,“ wo ist der gefallene Crugal? er liegt auf demBoden vergessen, die Halle seiner Muscheln (ist stumm. Crugals Gattin ist traurig! sie istfremd (**) in der Halle ihres Jammers. Aberwer ist jene, die wie ein Strahl vor den Reihendes Feindes herfliegt? es ist Degrena (###die reitzende Schöne, die Gattin des gefallenenCrugal. Hinter ihr fliegen ihre Locken am Winde.Roth ist ihr Aug, ihre Stimme durchdringend.Blaß und leer ist itzo dein Crugal! In der HöhledesE 3(*) Die alten Schotten sowohl, als die itzigen Hochlän-der tranken aus Muscheln. Daher kommt's, daßwir so oft in alten Gedichten, den Führer der Mu-scheln, und die Halle der Muscheln, finden.*) Crugal verehligte sich mit Degrena nur kurz vorder Schlacht. Sie kann folglich füglich fremd in derHalle ihrer Wehmuth genannt werden.(***) Deo=grena, ein Sonnenstrahl.