Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
67
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67Zweytes Buch.unter dem bleichen Lichte des Morgens, ihre dü-stern Wirbeln wälzen.Wie die dunklen Schatten des Herbsts,über die grasigten Hügeln fliegen; so düster, sodunkel, so allmählig stürzen die Führer von Loch-lins erschallenden Wäldern heran. Vor ihnenschritt stattlich der König, hoch wie der Hirschvon Morven. Sein schimmernder Schild hängtan seiner Seite, wie bey der Nacht eine Flamman der Heyde; wenn die Welt in Schweigen undDunkelheit liegt, und der Wanderer einen Geist,spielend im Strahle erblickt. Dämmernd glänzendie Hügel herum; und zeigen ihre Eichen undeut-lich! ein Hauch vom tobenden Meer' trieb' dendichten Nebel hinweg. Erins Söhne erscheinen,wie Reihen von Felsen an der Küste; wenn Schif-fer an fremden Gestaden, bey unstäten Win-den erzittern!"Geh', Morla, geh'," sagte LochlinsBeherrscher, “ biet' ihnen Frieden! biet die Ge-setze, die wir Königen geben, wenn unter unsernSchwertern Völker sich beugen; wenn Tapfreim Kriege erliegen: wenn Mädchen im Schlacht-feld' Thränen vergießen!" Der erhabene Morla,der Sohn von Swarth kam heran; stattlichschritt' der Jüngling! er sprach zu Erins blau-augigtem Führer, in der Mitte geringerer Hel-den: "Nimm Swarans Frieden," sagte der Krie-ger,“ den Frieden, den er Königen giebt, wennVölker unter seinem Schwerte sich beugen. Tretuns Erins strömigte Ebne ab, tret' ab deine Gat-tin, tret' ab deinen Hund; deine hochbusigte Gat-E 2tin,