Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

56Fingal.mir! komm' an deinem Strahle des Himmelszeig mir meinen Tod in deiner Hand: doch werdich nicht fliehn, du schwacher Sohn des Winds!Geh' Colgars Erzeugter schlag' auf den Schild.Er hängt zwischen den Speeren. Laß meine Krie-ger beym Klang' sich erheben, in der Mitte derSchlachten von Erin. Wenn auch Fingal seineAnkunft, mit dem Geschlecht' seiner stürmischen In-seln verzögert, werden wir doch kämpfen, o ColgarsErzeugter, und in der Schlacht der Helden er-liegen!" Weit dehnt sich der Schall. Wie dasBrechen einer blaurollenden Welle, steigen dieHelden empor. Sie standen an der Heyde, wieEichen mit all ihren Aesten umgeben; wenn siezum frostigen Strom' wiederschallen, und ihreverwelkten Blätter im Winde erbrausen! Cromlashohes Haupt von Nebeln ist grau. Der Morgenzittert auf dem halb beleuchteten Meer'. Derblaue Nebel schwimmt langsam vorbey, und ver-birgt die Söhne von Erin!„Auf,“ sagte der König der dunkelbraunenSchilde, " ihr, die ihr von Lochlins Wellengekommen. Vor unsern Waffen sind Erins Söhneentflohn; verfolgt sie über die Ebne von Lena!Morla! geh' zu Cormacs Halle; sag' ihm,Swaran zu weichen; eh' das Grab seine Völkerverschlingt; und Schweigen sich über seine Inselverbreite.“ Sie hoben sich sausend wie eine Heerdevon Vögeln des Meers, wenn die Wellen sievon den Ufern vertreiben. Ihr Schall war tau-send Strömen vergleichbar, die auf Conas Thalesich treffen, wenn sie nach einer stürmischen Nacht,un-