Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
56
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56Fingal.meines Feinds. Ihr sanftes Herz schlug' gegenihre Seite. Verwirret, bleich, riß sie sich fort;sie fand ihren Jüngling in all seinem Blut'; siestarb an Cromlas Heyde.Cuthullin! hier ruht ihre Asche. Ausihren Gräbern sprangen diese einsamen Eiben,und beschirmen jene vorm Sturm'. Liebreich warBrassolis auf der Ebne! stattlich Grudar, amHügel! ihre Namen wird der Barde erhalten,und sie zur Nachwelt versenden! Deine Stimme ist reitzend, o Carril,sagte Erins blauaugigter Führer; Freitzend sinddie Worte verflossener Zeiten! sie sind wie dersanfte Regen des Frühlings; wenn die Sonnean die Felder herabschaut, und die leichte Wolkedie Hügel überfliegt. O rühre die Harfe zumLob' meiner Liebsten; des einsamen Strahls vonDunscaith; rühre die Harfe zum Lobe Brage-las; jener, die ich in der Insel des Nebels ge-lassen, die Gattin von Semos Erzeugtem! hebstdu dein schönes Antlitz vom Felsen, die SegelCuthullins zu finden? weit rollt in der Fernedas Meer; sein weisser Schaum täuscht dich fürmeine Segel. Zich' dich zurück, denn es istNacht, meine Liebste. In deinen Locken seufzendie düstern Winde. Zieh' dich zu der Halle mei-nes Mahles zurück; gedenk' der verflossenen Zei-ten. Ich kehr' nicht zurück, eh' der Sturm desKrieges sich legt. O Connal, sprich vom Kriegund von Waffen; entferne jene von meinem Ge-müth'! denn lieblich ist Dorglans weißbusigteTochter, mit ihren wallenden Locken.Der