Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
24
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44Die Lieder von Selma.v Mond! durch gebrochene Wolken; zeig zu Zeitendein bleiches Gesicht! bring meinem Gedächtnißdie Nacht zurück, da all meine Kinder erlagen;da Arindal, der mächtige fiel; da die reizendeDaura, verblich! Daura, meine Tochter! duwarst schön, schön wie der Mond auf Fuh-ra; (*) weiß wie der fallende Schnee; süß wieder athmende Hauch, Artndal, dein Bogen warstark; dein Speer schnell in dem Feld'! dein Blickwar wie Nebel auf der Welle: dein Schild, einerothe Wolke im Sturm'. Armar berühmt imKriege, erschien, und warb um Dauras Liebe.Er wurde nicht lang abgewiesen: die Hofnungihrer Freunde war groß!Erath, dem Erzeugten von Ogdal miß-fiel es; sein Bruder wurde von Armar erlegt.Er kam verkleidet, wie ein Sohn des Meers:sein Kahn war schön auf der Welle; weiß seineLocken des Alters; sanft sein ernsthaftes Gesicht.Schönste der Frauen, sagt' er, liebliche Tochtervon Armin! ein Fels nur wenig entfernt indem Meer, trägt einen herrlichen Baum auf sei-ner Seite, die Früchten glänzen roth in derWeite, dort erwartet dich Armar, o Daura! Ichkomm seine Liebste zu führen! sie gieng; sie riefArmar; niemand antwortet, als der Sohn (**)des(*) Tuar=A, eine kalte Insel.(**) Durch den Sohn des Felsen versteht der Dichterden Wiederhall der menschlichen Stimme von einemFel-