Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
22
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22Die Lieder von Selma.nen der Liebe; die dich gebahr, sie ist todt, ge-fallen die Tochter von Morgan!Wer lehnt sich dort auf seinen Stab?wer ist's mit dem Haupt von Jahren so weiß?mit Augen von Thränen so roth? wer ist, derzittert bey jeglichem Schritt? es ist dein Vater, (2o Morar! der Vater keines Sohns ausser dir.Er vernahm deinen Ruhm in dem Krieg; ervernahm die Verstreuung der Feinde, Morar!er vernahm deinen Ruhm. Warum hat er seineWund nicht vernommen? weine du Vater vonMorar! weine; aber dein Sohn hört dich nicht.Tief ist der Schlaf der Todten; niedrig ihr Pfuhldes Staubs; sie werden nicht mehr deine Stimmevernehmen; nicht mehr zu deinem Rufe erwachen.Wenn soll es tagen in dem Grab, dem Schlam-merer zu sagen: erwache. Leb wohl, du tapfer-ster der Menschen! du Ueberwinder im Feld!aber das Feld wird dich nicht mehr sehn; auchnicht der düstere Wald, mit dem Blitz' deinesStahles beleuchtet. Du hast keinen Sohn hinter-lassen; der Gesang soll deinen Namen erhalten;künftige Zeiten sollen hören von dir; sie solltenhören von dem gefallenen Morar!Es stieg die Wehmuth von allen,aber meistens der börstende Seufzer von Ar-min.(*) Torman, der Sohn von Carthul, Herr von J=Mora.einer der Westlichen Inseln.