21Ein Gedicht.ten; meine Stimme für verblichene Helden. Dubist auf dem Hügel erhaben; auch schön unterden Soͤhnen des Thals. Du aber wirst fallenwie Morar, (*) der Traurer wird sitzen aufdeinem Grab'. Nicht mehr werden die Huͤgeldich kennen; der Bogen wird liegen in der Halle,ungespannt! du warst schnell, o Morar, wieder Rehbock der Wüste; schreckbar wie ein feuri-ges Luftbild. Dein Zorn war wie der Sturm;dein Schwert in der Schlacht, wie der Blitz indem Feld! deine Stimme war ein Strom nachdem Regen, wie Donner auf entfernten Hügeln.Mancher stürzte unter deinem Arm'; sie wurdenverzehrt in den Flammen deiner Wut. Aber wiefriedlich war dein Antlitz, wenn du vom Kriegzurückkehrtest! dein Antlitz war wie die Sonnenach dem Regen; wie der Mond in der Stilleder Nacht; ruhig wie der Busen der See, wenndie stürmischen Winde verbrausten.Eng ist itzt deine Wohnung! dunkel derOrt deines Aufenthalts! mit drey Schritten meßich dein Grab, o du, der du vormahls so großwarst! vier Steine, mit ihren bemoosten Haup-tern, sind das einzige Gedächtniß von dir. EinBaum mit kaum einem Blatt, langes Gras, dasim Winde erbraust, zeigen dem Auge des Jä-gers, das Grab des mächtigen Morar. Morar!du bist wahrlich gefallen; du hast keine Mutterdich zu betrauern; kein Mädchen mit ihren Thrä-nenB 3(*) Mor=rer, grosser Mann.
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