Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
7
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Ein Gedicht.tödliche Wolke von Land. Komm', du Sohndes hallenden Morven, das Mahl von Annirzu theilen!Sie genossen drey Tage die Mahlzeit zu-sammen; am vierten vernahm Annir den Na-men von Oscar. Mit Freude goß sich die Mu-schel (*) herum. Sie verfolgten die Eber vonRuna. Bey der Quelle der moosigten Steine,ruhten die ermüdeten Helden. Heimlich fliessendie Thränen von Annir; er unterdrückte densteigenden Seufzer. Hier ruhn, sagte derHeld, hier ruhn düster die Kinder meiner In-gend. Dieser Stein ist das Grabmahl von Ru-ro; über Argons Grabmahl saußt jener Baum.Hört ihr meine Stimme, meine Söhne, in eurerengen Behausung? oder sprecht ihr in diesenrauschenden Blättern, wenn die Winde der Wüsteſich heben?König Inis-Thonas, " sagt' Oscar,wie fielen die Kinder deiner Jugend? der Eberstreift über ihre Gräber, aber er stöhrt nicht ihrerRuh.A 4Oscarn, wodurch sich der Krieg endigte, so hat dieTradition die Geschichte überliefert; aber der Dichter,um den Charakter seines Sohns zu erheben, macht,daß Oscar selbst den Zug vorstellt.(*) Dieses ist eine Redensart prächtig zu Schmansen,und Trinken anzudeuten.