Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
74
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Temora.74Locken, dreymal hebt er seine Augen nach Fingal;dreymal entgieng' ihm im Sprechen die Stimm'.Mein Bruder konnt sich der Schlachten nichtrühmen. Er schreitet auf einmal hinweg. Uebereinen entfernten Strom steht er gebeugt: Thrä-nen stehen in seinem Aug'; mit seinem umgekehr-ten Speer' schlägt er zu Zeiten die Häupter derDisteln, auch ward er von Fingal gesehn; seit-wärts erblickt er seinen Sohn; mit ausbrechenderFreude, schaut er auf ihn; mit gedrungener Seele,kehrt er sich um. Im Schweigen kehrt der Kö-nig, gegen die Wälder von Mora, sich um. Erverbirgt mit seinen Locken die schwellenden Thrä-nen, endlich hört man seine Stimme.Erster der Söhne von Morni! DuFels der du den Sturm verachtest! führ' anmeine Schlacht, für das Geschlecht des ermorde-ten Cormac. Dein Speer ist kein Stab desJüng-nistore. In einer seiner Zügen nach dieser Insel ver-liebte sich Fingal in Clatho, und verehligte sich mitihr, nach dem Tod Rosenanas, Tochter von Cormae,König von Ireland. Clatho war Mutter von Ryno,Fillan und Bosmina, wovon in der Schlacht vonLora Meldung geschieht, Fillan wird öfters Sohnvon Clatho genennt, um ihn von jenen Söhnen vonFingal, die er von Roscrana erzeugt hat, zu unter-scheiden.