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mehr als 150 Procent innerhalb zehn Jahren, keine auchso ungeheuerliche Lücken in ihren Bücherbeständen aufzu-weisen, wie die unsrige. Hiermit sind schon die ausserordent-lichen Arbeiten angedeutet, welche der Bibliothekverwaltungbevorstehen. Sie umfassen die planvolle Ergänzung der älterenBestände, die bibliographische Bearbeitung der grossenausserordentlichen Zugänge der letzten Jahre und dieHerstellung einer Gesamtbibliothek auf Grundlage des fürdie Neuordnung der Bibliothek eingeführten bibliographischenSystems.
Wie ich an anderer Stelle 1 ) ausgeführt habe, ist es ledig-lich ein glücklicher Zufall, dass die grösseren Bestandteile,welche die Bibliothek im Laufe der Zeit in sich aufgenommenhat, zugleich als eine immerhin wertvolle Ergänzung des älterenBestandes anzusehen sind; eine planvolle Vermehrung des letzterenhat nicht stattgefunden. Wenn auch die freiwilligen Zuwendungenzum Teil nicht ohne Zuthun der Stadtverwaltung zu Stande ge-kommen sind, so konnte doch von einer systematischen Sammel-thätigkeit keine Bede sein. In einer Zeit, wo die Stadtbibliotheklediglich als Handbibliothek des Stadtarchivs angesehen unddotirt wurde, konnte sie sich zu einer der Grösse der Stadtund ihrer Geschichte entsprechenden Sammlung von universellemCharakter nicht entwickeln, trotzdem mit der Wallraf'schenBibliothek eine vortreffliche Grundlage gegeben war. Manhat es versäumt, auf dieser Grundlage weiter zu bauen, und sozeigt denn unsere Stadtbibliothek, soweit eben nicht der Zufallnachgeholfen hat, in den literarischen Erzeugnissen von 1824bis 1880, also für einen Zeitraum von nahezu 60 Jahren, auffast allen Gebieten eine gewaltige Lücke. Diese auszufüllen,ist eine Ehrenpflicht der Stadt Köln gegen das Andenken eines
1) Veröffentl. d. Stacltbibl. Heft 3 S. 7 f., S. 14 ff.
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