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Das Aaisersest in Münsteram 24. September.
^ Einer Einladung der Stände der Provinz Westfalen
folgend, reiste Se. Majestät am 34. September mit hohemGefolge nach Münster, der alten Hauptstadt Westfalens, undauch hier jubelte dem Herrscher das getreue Volk zu, nachdemin unermüdlicher Pflichttreue der Hcldcngrcis und Oberfeldherrdie Söhne der rothen Erde vor wenig Tagen als wohl-eingcschulte Vertheidiger des Vaterlandes bei den Manövernund auf weitgedchntem Paradefelde erprobt und bewährt ge-' funden hatte. Schön, würdig, erhebend war der Kaisertag,auf den sich die Provinz wie deren Hauptstadt in emsigerThätigkeit und freudigem Hoffen vorbereitet hatten. Gesternschon zogen die Krieger-, Turn-, Schützen- und Gesangvereineund viele Bewohner der Provinz in die altchrwürdige Metro-pole aus weiten Entfernungen ein, um nur ja die Stundeder heutigen Ankunft des Kaisers nicht zu versäumen. Gesternhatten sie und die Bewohner der Stadt schon das Glück, dieKaiserin selbst begrüßen zu können, da die hohe Frau nochvor den eigentlichen Festlichkeiten am heutigen Tage, dem Zugeihres landcsmüttcrlichcn Herzens und dem Pflichtgcbote desWirkungskreises edler Fraucntugcnd folgend, segensreichesFriedcnswerk vollziehen wollte. Wenn sie auch nach denAnstrengungen der jüngsten Tage und noch leidenden Zustandesnach schwerer Krankheit nicht so wie früher die milden Stif-tungen und wohlthätigen Vereine persönlich besuchen konnte,so wollte sie doch deren Leiter und Vorstände um sich ver-sammelt sehen, um von ihnen Bericht zu hören über denStand und das Wirken jener Anstalten und durch den Beweisihrer Theilnahme und durch Dank und Zuspruch zu crmun-tern, zu erheben und zu belohnen. Um 11 Uhr Vormittags, versammelten sich auf ihren Wunsch im Königlichen Schlosse
" bei ihr die Abordnungen des evangelischen nnd des katholischenKrankenhauses, des Vorstandes der Schwestern zum gutenHirten in Münster, der Vorstand des westfälischen Prouinzial-vercins des Vaterländischen Fraucnvcrcins, des Localucreins
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