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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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ausgesprochenen Dank der Arbeiter und erwiderte darauf un-gefähr Folgendes: Es sei dem Monarchen nicht immer vergönnt,Dank zu ernten für seine Bestrebungen zum Wohlc des Volkes;umsomehr freue es ihn, heute einem solchen Dank zu begegnen,aus einem Stande, dem er in gegenwärtiger Zeit seine ganzbesondere Fürsorge widme und für dessen Wohl durch die Ge-setzgebung schon Wichtiges geschehen sei. Er freue sich auchferner darüber, daß man anscheinend mit dem eingeschlagenenWege zufrieden sei; allen könne auch er freilich es nicht rechtmachen. Se. Majestät unterhielt sich dann noch längere Zeit die Audienz währte fast 20 Minuten mit den einzelnenMitgliedern der Deputation über ihre persönlichen Verhältnisse,über die Etablissements, in welchen sie beschäftigt seien, erkun-digte sich nach der Lage der betreffenden Industrie, für derenGedeihen er das beste hoffe und wünsche. Se. Majestät wiesauch darauf hin, wie er vor etwa 40 Jahren, kurz nach demBau der Eisenbahn, Oberhausen gesehen, damals noch einBahnhof und einige Häuser, jetzt eine über 15,000 Einwohnerzählende Stadt, und wie die rheinisch-westfälische Industrieüberhaupt einen so hohen und erfreulichen Aufschwung genom-men habe. Zum Schlüsse der Audienz reichten Se. Majestätunter wiederholtem Ausdruck der Freude über das Erscheinenund den Zweck der Deputation den einzelnen Mitgliedern der-selben huldreichst die Hand.

Der Kronprinz begab sich um 9 Uhr Morgens »mit demZuge der Cöln-Mindener Eisenbahn nach Calcum, woselbst sicham Bahnhofe der Königl. Kammerherr Graf Franz von Spee,der Bürgermeister A. Pohl von Kaiserswcrth und der Orts-vorsteher Heckhausen von Calcum zur Begrüßung des hohenGastes eingefunden hatten. Die Kaiserliche Hoheit bestieg einenbereitstehendcn Wagen und fuhr hierauf zum Gottesdienste indie Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth; nach demselben machteder hohe Herr, geleitet von dem Sanitätsrath Dr. Hinze,einen Rundgang durch die Anstalt. Zwanzig Minuten vorzwölf Uhr verließ der Kronprinz die Anstalt und lenkte seineSchritte dem nahen St. Ioscphs-Hospital zu, unter jubelndemZurufe der Volksmenge, worin sich das Geläute des Hospitals'glöcklein mischte. An der Thürschwelle empfing den hohenHerrn die katholische Geistlichkeit und der Kirchenvorstand.Unter Führung des Pfarrers Dautzenbcrg, des Dr. Diel,

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