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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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richte die Herren Präsident Frantz und Erster Staats-AnwältIaenisch, im Ganzen waren 270 Personen anwesend. DerOberpräsident der Provinz Westfalen von Hagcmeistcr brachteden Toast auf das Wohl des Kaiscrpaares und die Kaiserinerwiderte:Wir sind freudig gerührt durch den schönen Em-pfang, den uns die Rheinprovinz bereitet hat. Im NamenSr. Majestät und in meinem Namen sage ich Ihnen den herz-lichsten Dank." Der Kronprinz brachte ein Hoch auf die Pro-vinzen aus. Um 6 Uhr wurde die Tafel aufgehoben, diegeladenen Gäste verabschiedeten sich und kehrten heim. Umt' , 9 Uhr erschien der Städtische Männer-Gesangverein von Düssel-

dorf in Stärke von annähernd 70 Mann, um Ihren KaiserlichenMajestäten eine Serenade zu bringen.

Am Bahnhöfe Bcnrath wurde der Verein von seinemallverchrtcn Dirigenten, Herrn Musikdirector Julius Tausch,welcher von den Kaiserlichen Herrschaften zu dem 4 Uhr Nach-mittags veranstalteten Gala-Diner befohlen war, in Empfanggenommen und zum Schlosse geleitet. Gleichzeitig mit demStädtischen Männer-Gesangverein waren dieElbcrfcldcr Lieder-tafel" (Dirigent Herr Alfred Drcgart) undDeutscher Sängcr-kreis Elberfeld" (Dirigent Herr Fricdr. Plangorth) zu Liedcr-uorträgcn, und zwar jeder Verein mit zwei Liedern, zugelassen.Infolge der Allerhöchst festgesetzten Reihenfolge sang zuerst derDeutsche Sängcrkrcis in ElberfeldOssian" von Beschnitt undMorgenlicd" von Rictz ; dann folgte der Düsseldorfer StädtischeMänner-Gesangverein mitAn das Vaterland" von KrcutzcrundSonntags am Rhein" von I. Tausch, und endlich dieElbcrfcldcr Liedertafel mitVom Rhein" von Mar Bruch undDer todte Kamerad" von Drcgcrt. Von einer vergleichendenKritik der Vorträge der genannten Vereine kann hier selbst-verständlich keine Rede sein, nur soviel mag konstatirt werden,daß alle drei Vortreffliches spendeten. Die Aufstellungder Sänger war in dem nach dem großen Teiche zu liegendenVorsllllle genommen. Die Allerhöchsten und Höchsten Herr-schaften hörten die Vortrage ans dem dahinter liegenden großenSaale an, dessen Vcrbindungsthürcn weit geöffnet waren undso den Sängern das ebenso glänzende wie heimisch anmuthcndcBild unseres Kaiserlichen Hoflagcrs boten. Leider war Se.Majestät der Kaiser in Folge eines gottlob bereits verwundenen,kleinen Unfalles und der Anstrengung dcs vorhergegangenen