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vollendet hatte und wieder der Eisenbahnstation zufuhr, dieKaiserin folgte sofort und waren wieder allgemeine sympathischeKundgebungen die Begleiter der Kaiserlichen Herrschaften. Inallen Dörfern, welche sie passirtcn, war die Schuljugendmobil gemacht, um den greisen Herrscher zu begrüßen. InGrevcnbroich und Wevclinghoven, welche beide geschmackvoll undreich dccorirt hatten, waren die Schulkinder auf besonders ge-bauten Tribünen aufgestellt. Trotzdem der Kaiser stundenlangStaub, Puluerdampf und brennende Sonnenhitze ausgehaltenhatte, sah er frisch und fröhlich aus und ein Ausdruck großerBefriedigung lag auf seinen Zügen. Die Gewißheit, dieer mitnehmen konnte, wieder einen großen Theil seiner kricgs-geübtcn Truppen als bewährt gesehen zu haben, wenn er auchdie Gewißheit eines langen Friedens hat, muß dem greisenHerrn wohlthun. Es bleibt und bewährt sich immer der alteSpruch der Römer: si, vis pÄLsm, ziara, dellum, wenn duFrieden willst, so rüste zum Kriege. Die Truppen zogendirekt nach beendetem Manöver heimwärts, d. h. die Infanterieauf die Bahnhöfe, wo für dieselben in großen Kesseln gekochtwurde; die Cauallcric, Artillerie und Train marschirtcn nachHause.
Nachmittags 3 Uhr 15 Minuten kehrten die KaiserlichenMajestäten nebst Gefolge nach Vcnrath zurück. Um 4 Uhrfand ein Galadiner statt, an dem Sc. Majestät der Kaiserwegen Ermüdung nicht teilnehmen konnte. Das Diner fandin der Orangerie statt. Ihre Majestät die Kaiserin, welcheanstatt des Kaisers der Tafel präsidirte, trug eine creme-farbene, seidene Robe mit langer Schleppe, mit Blumen garnirt.Ein reicher Arillantschmuck und ein mit Brillanten und Perlenbesetztes Diadem gaben der hohen Frau ein wahrhaft kaiser-liches Ansehen, als sie vom Kronprinzen geführt Zur Tafel schritt.
Zur Tafel waren die Civilbchördcn der Provinz West-falen geladen, sowie die der Stadt Düsseldorf. Auch nahmendie kaiserlichen Gäste, die zu Bcnrath Wohnung genommenhatten, daran Theil. Unter Anderen waren anwesend der Ober-Präsident der Provinz Westfalen von Hagcmcistcr, der Obcr-präsidcnt der Nhcinprovinz von Bardclcbcn, der Fürst Snlm-Dyck, der Lllndtags-Mnrschall Fürst zu Wicd, Staatsministera. D. Falk, Regierungspräsident von Berlcpsch, Oberbürger-meister Becker von Düsseldorf und vom Düsseldorfer Lnndge-