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sonen und Offiziere. Dem greisen Chef des Generalstabesder Armee, dem Grafen von Moltke, werden von feiten desnach Tausenden zählenden Publikums, wo er sich sehen läßt,stürmische Ehrenbezeugungen erwiesen, ein Zeichen, welch hoherBeliebtheit derselbe sich in den Rhcinlandcn erfreut.
Die Tafel mußte bis 5^ Uhr verschoben werden, weileine große Anzahl von Offizieren wegen Verspätung der Eisen-bahnzüge nicht früher eintrafen. An dem Diner nahmen etwa400 Personen Theil. Vom Militair waren außer den fremd-herrlichen Offizieren alle Generäle und Stabsoffiziere befohlen,welche in der Parade gestanden haben; vom Civil waren nurdie Herren Oberpräfidenten von Rheinland und Westfalen, derRegierungspräsident Frhr. von Verlcpsch und Landrath vonKühlwctter anwesend. Es braucht kaum erwähnt zu werden,daß die Uniformen, die zu sehen waren, ein Bild reichsterMannigfaltigkeit boten; ein Bild kriegerischen Aussehens, ohnedaß die Veranstalter desselben heute jedoch irgendwelche kriege-rische Absichten verfolgten. Ihre Majestäten speisten mit denanwesenden Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften in demHlluptsaalc. Gegen den Schluß des Mahles brachte Se. Ma-jestät der Kaiser, Allerhöchstwelcher zur Freude Aller trotz dergewaltigen Anstrengungen des Tages sehr wohl erschien, dasWohl seiner Gäste aus. Unter letzteren herrschte eine an-heimelnde sichtbare Genugthuung. Man konnte es Jedem an-sehen, daß er zufrieden war mit den Ereignissen des Tages,namentlich aber darüber, daß es ihm nun auch vcrgönt war,in das Auge des leutseligen, hohen Gastgebers zu schauen.
Abends fand noch ein Thee bei Ihren Majestäten statt,zu welchem außer den anwesenden Fürstlichkeiten einige destin-guirte Persönlichkeiten besonders geladen waren.
Während des Abends fand auch der große Zapfenstreichstatt, der von 1000 Musikern und 200 Fackelträgern ausgeführtvon ^2l0 bis '/zll Uhr dauerte. Von nah und fern wareine große Menge Menschen nach Benrath geströmt, die MusikZu hören.