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sen Umstünden schien ein Angriff in der Front ein äußerstgewagtes Ding, und als die Vortruppen des ?. Corps sichin Schützenlinien entwickelten, um gegen die Höhe vorzuge-hen, schien die Aussicht auf Gelingen verzweifelt gering. Na-türlich warf das vertheidigende 8. Corps seine Vortruppenrasch den feindlichen Schützenlinien entgegen und es entspannsich ein mit äußerster Heftigkeit geführtes Feuergefecht, wel-ches alle Erscheinungen des modernen Infanterickampfes zurAnschauung brachte. Die anfangs wrzen Schützenlinien wur-den durch Einschiebung der Soutiens immer länger und län-ger, bis sie zum Schluß wohl zwei Kilometer einnahmen, ganzabgesehen von einer Art von Flankenschützcnlicnic, die sich,ebenfalls in beträchtlicher Länge, südlich entwickelte. In dem-selben Maße, wie der Angriff seine Linien verstärkte, zog auchdie Vertheidigung immer mehr Truppen vor, und etwa um11 Uhr hatten wir ein Gefecht von Schützenlinien gegenSchützenlinien, wie es nur schwer lebhafter gedacht werden kann.
Wenn von vornherein der Erfolg des Angreifers zweifel-haft schien, so wurde es während des nun folgenden Gcfechts-moments gänzlich in Frage gestellt. In rascher und richtigerErkenntniß der Gcfcchtslage begnügte sich das 8. Corps nichtdamit, den angreifenden Schützenlinien ausreichende Vcrtheidi-gungskräftc entgegenzustellen, sondern es beschloß einen Offen-sivstoß, den es mit außerordentlichem Glück und Geschick nichtin der Front, sondern in der Flanke ansetzte. Während diefeindlichen Schützenlinien trotz verheerenden Feuers vorrückten,zogen sich zwei Bataillone des Vertheidigers, gegen Feuer-wirkung und Einsicht durch vorliegende Höhen geschützt, in dierechte Flanke des Gegners, in der sie ganz überraschend auf-treten und ein flankircndes Feuer eröffnen konnten, das imWirklichkeitsfalle von den angreifenden Schützenlinien wahr-scheinlich gar nichts übrig gelassen hätte. Letztere mußtenbald genug der Lage Rechnung tragen und zogen sich mitgroßer Geschwindigkeit auf ihre Unterstützungstruppen zurück,gefolgt vom heftigsten Feuer des Vertheidigers, dem die Ver-theidigungsartillcrie kräftig zur Seite stand.
Es versteht sich von selbst, daß in diesem höchst kritischenAugenblick der Vertheidiger sich beeilte, neue Abtheilungen seinenbedrängten Schützenlinien zu Hülfe zu schicken; was aber andiesem Gcfechtsmomcnt bezeichnend war, war das rasche und
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