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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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höchst schneidige Eingreifen der Artillerie des 7. Armeecorps.Als es schien, daß die Schützenlinien und mit ihnen die ganzeVorstellung des Angreifers im Handumdrehen durch das Sei-tcnfcucr der plötzlich offensiv auftretenden Vcrtheidigungsinfan-terie übcirannt werden würde, rückte mit unglaublicher Ge-schwindigkeit die Artillerie vor und überschüttete die Infanteriedes 8. Corps mit einem Hagel von Shrapnells, der in Wirk-lichkeit die Angriffsbcwegung zum Stehen gebracht habenwürde. Die Artillerie, die bis in's Infanteriefcuer vorging,würde voraussichtlich nicht unbedeutende Verluste erlitten,ihren Zweck, Aufhaltung des Angriffs, aber erreicht haben.Selbst im Manöververhllltniß mußte dem Rechenschaft getra-gen werden: die Infanterie des 8. Corps machte Halt unddie zurückweichenden Schützenlinien des 7. Corps gewannen,Zeit, sich wieder zu sammeln und durch Heranziehung vonVerstärkungen zu einem neuen Angriff vorzubereiten.

Die Kraft zu diesem konnte dem Angreifer allerdings nurauf gewissermaßen künstlichem Wege eingeflößt werden, indemstatt der geworfenen Schützenlinien plötzlich eine ganze Flag-gen- (d. h. markirtc) Brigade in's Gefecht trat und zum An-griff auf die paar Bataillone vorging, die vorhin die geschickteund gelungene Flankcnumgchung ausgeführt hatten. Nunfreilich konnten diese nicht mehr widerstehen und die im Offcn-sivstoß vorgerückten Kräfte des Vertheidigers wurden wiedervon den inzwischen neu verstärkten Schützenlinien des An-greifers und der Flaggcnbrigade die Höhen hinaufgetrieben.Trotz der schönen Umgehung schien somit die Stellung infolgedcrUcbermacht der Angrissstruppen ernst bedroht, als höhererBefehl die Uebung schloß.

Mehrfach seinen Aufenthaltsort wechselnd, hatte der Kron-prinz den Uebungen von Anfang bis zu Ende beigewohnt undauch die Frau Kronprinzessin war heute auf dem Manüver-felde anwesend. Der Kronprinz mit Gefolge fuhr gegen 12Uhr nach dem Bahnhof Grcvcnbroich zurück.

Gegen 2 Uhr traf derselbe mit dem Extrazuge in Düssel-dorf ein, wo der Zug auf dem Cöln-Mindener Bahnhöfe an-hielt und der Prinz Friedrich Carl und der Erbprinz vonHohcnzollern den Wagen verließen. Der Kronprinz wurdemit lauten Hochrufen empfangen, als derselbe aus dem Wagen

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