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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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Trcppcnthurmcs sind ähnliche Genien angebracht, zwischenihnen die Wappenschilder des Kaisers und der Kaiserin vonLöwcnkö'pfcn getragen. Guirlanden von imitirtcn Früchtenziehen sich von Schulter zu Schulter, leicht die Genien zueiner Gruppe verbindend. Zwei Fahnen mit imitirtcr GolK-uud Silbcrstickcrci im Style des 16. Jahrhunderts (Meister-stücke des Conzcn'schcn Ateliers) die Namcnszüge des Kaisersund der Kaiserin tragend, hängen hernieder. Auf der Trcppcn-brüstung in der Höhe des großen Saales rcpräsentirt sicheine Kolossalgruppe, den Vater Rhein darstellend, an dessenSeite sich die beiden nicderrhcinischcn Töchter Düsscl undWuppcr anschmiegen. Aus seinem Fclscnthrou entspringt einBach, dessen Wasser in zierlichen Cascadcn von Muschel zuMuschel springt, die das Büchlein in uuuntcrbrochcncr Folgeauf die Trcppcnbrüstung hinabführen, bis es in sanftem Strahlin ein Bassin des als Park gedachten Treppenhauses zu ebenerErde abfließt. Wo die Muschclführung im Trcpvcnhauscaufhört, schließen sich Füllhörner mit wirtlichen und imitirtcnFrüchten an.

Diese plastischen Arbeiten waren ausgeführt von denHerren Tüshnus und Ianssen unter Oberleitung des HerrnSchill, Professors der Architektur an der Düsseldorfer Akademie.Die schöne Halle des ersten Stockwerkes bedeckten imitirteGobelins, darstellend theils die rheinischen Erwcrbszwcigc,theils Phnntasicstücke, ausgeführt von jungen Akademikern,und zwar ganz vorzüglich ausgeführt. Die Einzelheiten derVerzierung waren von der rühmlichst bekannten Firma Couzcnin Düsseldorf hergestellt. Dieser improvisirte Trcppenbau inseiner vielleicht für das Kenncrauge zu mächtigen, aber gera-dezu künstlerisch bedeutsame Details zu Tage fördernden Wir-kung war nicht nur ein Mustcrstück architektonischer Dekora-tion, sondern gab auch unserer sonst sehr wenig vertretenenBildhauerkunst ein glänzendes Zeugniß. Als Kunstfreundhabe ich mir die Dinge genau genug angesehen und kann da-her mein Urtheil rechtfertigen. Rechts und links von derden Treppcnbcm krönenden Gruppe des Vater Rhein mur-melte ein Quell wirklichen Wassers hinab. Wir Berichter-statter suchten eiligst den uns angewiesenen Platz zu erreichen,der uns in ziemlich warmen, aber sehr bequemen Kojen überdem Fcstsaal eingeräumt war, wo nunmehr die große Cour