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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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Luft und ergossen sich die vielfarbigen Funken nach allen Rich-tungen, vermischt mit den Sprühfunkcn des Fcucrrcgcns. Dannbog der kaiserliche Zug in die Haroldstraße ein, rechts dieEisenbahn, eingefaßt mit einer Reihe bekränzter Masten mitFlaggen, links 'die reichverzierten Häuser, nnd vom Vcrgisch-Märkischcn wie Cüln-Mindener Bahnhöfe sowie vom Triumph-bogen glänzte dem Zuge wieder ein Lichtmccr entgegen, bisdieser zur Elisabethstraßc einbog. Hier stand bis hinab zurRcichsstraße die Menge Kopf an Kopf, die Ncichsstraße selbst,die Wasserstraße, kurz die ganze Umgebung des Stäudehauscs,wo sich aller Glanz des heutigen Festes zusammendrängte, warumgeben von einer Mancr von Menschen, ein vicltanscnd-stimmigcr Willkomm ertönte den Majestäten entgegen, als derkaiserliche Zug zum Ständchausc einbog.

Als sich Ihre Majestäten wieder znm Bahnhofe begaben,betrachteten dieselben wieder mit großem Interesse die Beleuch-tung des Concn'schcn Schuppens, und als die Kornblumenwieder im Feuerwerk erglänzten, hielt der Wagen, iu welchemsich das hohe Hcrrschervaar befand, bis das Feuerwerk abge-brannt war. Ueber den Frcmdcuzufluß läßr sich nichts sagen;die Menge läßt sich eben nicht schätzen.

Zas Isst der Ztände.

Was war all der bisherige Glanz gegen die Pracht desFestes, welches die Stände der Rhcinprovinz dem Kaiscrpaarcdarboten. Es war nur wie der freundlich strahlende Morgen-stern in der Dämmerung gegen die Gluthenpracht des Tagcs-gcstirns. Wie durch Zauberers Hand war der Eingang desStandchauses umgcschaffen. Dem ersten Aufstieg gegenüberzeigt sich an mächtigen Eicheuästcn das kaiserliche Wappen imZelt, ein echt deutsches Wahrzeichen, daß der Kaiser mitseinem Heere im Felde steht, Gottlob nur zu friedlichemWaffcnspicl. Ueber der Kaiserkrone, welche die Zcltdrapcrlehält, schwebt ein Genius mit Fricdcnspalme nnd Lorbccr-kranz. Ihm zur Seite und gegenüber an den Pfeilern des