Druckschrift 
Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

Der Aaiser Kommt!

Nun schmücke Dich mit Blumenflor,Mit Fahnen und mit Kränzen!Laß Deine Straßen, Thurm und ThorBis zu den Zinnen hoch emporBon gold'ncn Dichter» glänzen!Sei stolz! Du Muscustadt am RheinDenn Kaiser Wilhelm lehret einIn Deines Weichbilds Grenzen.

Laß Deiner Glocken hellen KlangAls Frcudcugruß erschallen!Als frommen Dankes heißen DrangMit Inbelhbmnen und GesangErfülle Hof und Hallen!Ersrcu' den hochgeehrten GastUno laß ihm hier die kurze RastDurch Lied und Bild gefallen!

Der Kaiser kommt! Nun soll sich lautDes Wilttomms Ruf erheben.Dem Gott die Herrfchaft anvertraut,Der nun das deutsche Reich gebaut,Die Einheit ihm gegeben;Des Krieges Held, des Friedens Hort,Dem, zn beglücken immerfort,Bleibt Künigspflicht und Streben.

Der Kaiser, den GerechtigkeitMit Vatcrgüte krönet;Der Metz und Straßburg hat befreit,Daß heute ihn: und allezeitDer höchste Ruhm ertönet;Er kommt, vom Silbcrbart umwallt;Die ritterliche HochgestecktEhrwürdig noch verschönet.

Wie nm die Sonne Stern an SternSich dreht in rw'gen Kreisen,Umringen Fürsten ihn und Herr'n,Herbeigeeilt von nah' und fern,Ihm Ehre zu erweisen;Der Sieger in der Wörther Schlacht,Der Schweiger, der den Plan erdacht.Der Kanzler, fest wie Eisen.