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grüßen gekommen war. Für die Ovationen, welche dem Thron-folger bei seiner Anwesenheit in unserer Stadt von dem her-vcigccilten Publikum dargebracht wurden, dankte er überall inder herzlichsten und leutseligsten Weise.
Die Kronprinzessin hatte sich schon am Morgen nachDüsseldorf begeben.
Sie stattete zunächst im Iägcrhof einen Besuch ab, ver-weilte dann längere Zeit in der Kunsthallc, woselbst ihr dasTöchtcrchcn des Cassirers mit allerliebstem Frcimuth ein Ge-dicht aufsagte, und kehrte darauf ebenfalls auf längere Zeit imPräfidilllgcbäudc ein. Auch im Brcidcnbacher Hofe hat diehohe Frau den dort anwesenden Fürstlichkeiten einen Besuchabgestattet. Unsere Kronprinzessin sieht prächtig aus. Allge-mein hörte mau darüber Ausdrücke der Freude und über dieLeutseligkeit, mit welcher sich die zukünftige Kaiserin mittenunter dem Publikum bewegte. In der Begleitung Ihrer Kaiser-lichen Hoheit befand sich auch Prinzeß Victoria, eine überausunmuthige Mädchcngcstalt.
Noch während der Anwesenheit unserer Kronprinzessinin der Kunsthallc fuhr daselbst ein Wagen vor, in dem einalter Herr saß, bei dessen Erblicken das vor der Kuusthallcstehende Publikum in laute Hoch- und Hurrahrufc ausbrach.Es war der Gcncralfcldmarschall von Moltke. Der greiseSchlllchtcnlcnkcr sah sehr rüstig aus, sein Auge blitzte voll Geistund Lebendigkeit. Mit lebhaftem Interesse nahm der Mar-schall die Sammlungen unserer Kunsthallc in Augenschein.Ferner ist noch zu berichten, daß die beiden Söhne unseresKronprinzen, die Prinzen Wilhelm und Heinrich hier anwesendwaren. Sie besuchten die Kunstausstellungen und mehrereMaler-Ateliers.
Nachmittags fuhren die hohen Herrschaften nach Benrathzurück.
Sodann traf der Minister von Puttkamer zu denKaiscrfestlichkciten hier ein und nahm beim Herrn Regierungs-Präsidcnten von Bcrlcpsch Wohnung. Morgens besichtigte derHerr Minister, begleitet von dem Herrn Oberbürgermeister,das Ständchaus, die neue evangel. Kirche, die Kunstakademie,die Knnsthallc und den Malkasten.
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