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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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wegung, hier sah er sich die Truppen an, dort forschte er nachdem Fortgang des Manövers, bis er endlich zwischen Pützund Klein-Troisdorf, da das Gefecht sich nicht mehr zu ^ent-wickeln schien, Halt blasen ließ und die berittenen Offizierezur Kritik befahl. Eine kleine Armee für sich bildeten diesevielen berittenen Herren und kam unwillkürlich der Gedanke,so sind früher die alten Fürsten mit ihren Rittern zu Feldgezogen. Die Truppen griffen noch refp. kurz das Ge-fecht auf, blieben dann in ihren Stellungen, setzten gegenseitigVorposten aus und bezogen Bivouacks, über welche der Himmelsternenklar sein Zelt spannte, die in Benrath logircndcn hohenHerrschaften, welche zum Manöver gewesen waren, trafen um4 Uhr wieder in Venrath ein.

Se. Kaiser!, und Künigl. Hoheit der Kronprinz, Höchst-welchcr sich erst in das Bivouack der Tuppcn begeben, traf erstspäter wieder ein. Demnächst fand ein kleineres Diner imSchloße statt, zu welchem auch der Herr Obcrpräfident derRheinprovinz und der Ncgicrungs-Präsidcut Frhr. von Ber-lepsch befohlen waren.

Gegen 9 Uhr Abends traf der Feldmarschall Graf vonMoltkc ein und nahm, wie auch in früheren Jahren, bei demHerrn Bürgermeister Iostcn Quartier.

Jer 16. September.

Wahrend heute im schönen Rheinlande eine Menge fürst-licher Personen weilen, und die bedeutendsten Strategen denUebungen des Heeres beiwohnen vollzieht sich im Osten einnicht minder wichtiges Ercigniß.

Auf Schloß Slicrniewice findet die Zusammenkunft derhohen Herrscher von Deutschland, Oesterreich und Rußland stattum das Werk des Friedens zn fördern.

Dieses Schloß, das berufen ist, heute drei Kaiser zu be-herbergen, liegt in der Kreisstadt gleichen Namens etwa 60Werst von Warschau entfernt und bildet einen Knotenpunkt,