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vallerie-Manövers sehen zu können. Wie bei dem Thurmbauzu Babel hörte man alle Sprachen von Nationen, man sahsie in ihren eigenthümlichen Uniformen, welche ja oft denCharacter der Nation in etwa wicdcrspiegeln. Zeit und Raumlassen mich nicht dazu kommen, hierauf näher einzugehen.
Lange sollten der Kronprinz und seine Gäste, zu welchemvornehmlich der Kronprinz von Schweden, der Erbgroßhcrzogvon Baden, der Großherzog von Oldenburg, die Fürsten zurLippe und von Wied, vor allem aber seine beiden Söhne,Wilhelm in Husarenuniform und Heinrich in Marincuniform,und welche beide oft mit sympathischen Zurufen begrüßt wur-den, gehörten, nicht warten. Cavalleriepatrouillen des 7. Corpsmeldeten bald den Anmarsch großer feindlicher Cavalleriemassen;wie aus der Erde gestampft waren denn auch bald acht Ka-vallerieregimenter, vom 7. Corps die 4. Kürassiere, die 5. Ulanen,die 8. und 11. Husaren, sowie vom 8. Corps die 8. Kürassiere,die 7. und 9. Husaren und die 5. Dragoner auf dem ge-nannten Plateau aneinander gerathen, unterstützt durch diebetreffende reitende Artillerie; es wogte ein interessanter Kampfhin und her, welcher sich bei dem von der Masse Pferde aufge-wühlten Staube schwer in seinen Einzelheiten beschreiben läßt.Als die Unmassen sich vertheilten, hatte nach dem Urtheileder Schiedsrichter das VHI. Corps durch seine CavallerieVortheile errungen, welches dieselben eben nicht ausnutzenkonnte, da die Infanterie der 14. Division des VII. Corpsdie Position bei Kirchhecrtcn besetzt hatte und die Cavallerieabweisen konnte. Da vom VIII. Corps noch keine Infanterieangelangt war, so trat eine lange Pause ein, welche der com-mandirende General von Witzendorf benutzte zur Abwehr desanmarschirenden Feindes die Position südlich Kirchheerten mitder Front gegen den Fiebelbach, über welchen der Feind an-rücken mußte, zu besetzten, zu welchen Zwecken er nicht die13. Division herangezogen hatte.
Der Kronprinz benutzte diese Zeit, um den verschiedenenTrnppenthcilen seinen Morgcngruß zu bringen. Der hoheHerr eilte überall hin, über Gräben und durch Ackerfelder suchteer sich den Weg. Er hat selber den Leuten, welche vollstän-dig paradcmäßig angezogen waren, Erleichterung verschafft,die Kragen wurden geöffnet und die Schuppenketten der Helmeheraufgeschlngcn. Fortwährend blieb der Kronprinz in Ve-