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Laien die Worte entschlüpfen lassen: „Na, heute ist nicht viellos", so thut er meist unrecht. So war es auch mit demersten Manövertage des ?. gegen das 8. Corps und doch botderselbe des Interessanten so vieles für den Militair, und willich versuchen, dieses zu schildern.
Es ist ein wundervolles Manöverterrain, das IülicherLand; nicht allzu loupirt ist das Terrain. Die vielen ge-schlossenen Dörfer und festen Gehöfte, der Lauf der kleinenFlüsse bilden viele Vortheile, welche einen prächtigen Rahmenzum Operircn geben.
Die hohen Ufer der Niederung, die Plateaus mit dennicht allzu starken Neigungen und Senkungen in dem nahenGrevenbroich-Iüchcn, Bcdburg, Bergheim, geben Gelegenheitjede Waffe erfolgreich in Anwendung zu bringen.
Die Grundidee war, daß sich ein Ostcorps, welches beiDüsscldorf-Neuß über den Rhein gedrungen ist, gegen einWestcorps, welches von Euskirchen aus Cöln decken soll, kämpft.Schon in den Divisionsmanüuern des ?. Corps war dieseGrundidee gegeben.
Als besten Aussichtspunkt war das Gehöft Hohenholzangegeben und wanderte denn auch vieles Publikum aus allenGegenden der Rhcinlande von Vcdburg, Norf und Grevenbroichzu Pferde, zu Wagen und zu Fuß diesem Punkte zu; Allesprachen nur davon, wir wollen vor allem den Kronprinzensehen. Das 7. Corps war schon früh aus den Quartierengerückt und sammelten sich die Divisionen bei Gustorf-Sindorfund bei Morkcn, gedeckt durch den Höhenrücken bei dem DorfeKönigshovcn. Das 8. Corps hatte einen weithin zu beobachten-den Anmarsch von der Bcrgheim-Iülicher Straße aus.
Der Kronprinz, welcher mit seinem Gefolge um 10 Uhrzu Pferde gestiegen war und von Vedtmrg aus zuerst Truppendes 8. Corps begrüßt hatte, war bald mit seinem Gefolge aufdem Plateau südlich Hohenholz zu sehen, überall begrüßt vondem zuschauenden Publikum, welches bei den ziemlich weitenWegen sich nicht so sehr zahlreich eingefunden hatte. Es mußteschon in der früheren Absicht gelegen haben, daß auf diesemPlateau eine größere Cavallcricschlacht geschlagen werden solle.Die fremdherrlichcn Offiziere, welche nicht allein Europa, son-dern auch Asien gesandt hatte, waren auch schon zugegen, umdas zu erwartende interessante Schauspiel eines großen Ca-