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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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Während unser Kronprinz den Kriegsspiclcn der Soldatenbeiwohnte, weilte die Kronprinzessin in unserer Kunststadtund stattete 11»/« Uhr der Kunstausstellung von-Vd. Schulteeinen längeren Besuch ab. Begleitet war die hohe Dame vondem Kammcrhcrrn Grafen Seckendorff und einer Hofdame.Ihre K. K. Hoheit verweilte längere Zeit in den Schulte'schenSalons. Sie sprach ihre vollste Anerkennung über die Reich-haltigkeit- der Gemälde und den Kunstwcrth einzelner Nummernaus. Kronprinzessin Victoria ist bekanntlich eine sehr kunst-verständige Dame.

Der Manöverzug mit den hohen Herrschaften und derenGefolge wurde von unserer patriotischen Bevölkerung stunden-lang erwartet. Obwohl bekannt war, daß derselbe kaum vor5 Uhr einlaufen könne, standen doch seit 2 Uhr Friedrichs-,Thurm- und Haroldstraße entlang Tausende Kopf an Kopf,um die heimkehrenden Herrschaften zu empfangen. Ein brau-sendes Hoch-Hurrah erscholl, als der Zug endlich hcranbrauste.Der Kronprinz grüßte freundlich nach allen Seiten aus denFenstern des Koupes hervor. Sc. Kaiscrl. Hoheit nahm keinenAufenthalt in Düsseldorf, sondern fuhr dircct nach Bcnrathzurück. Prinz Friedrich Carl bestieg einen Wagen, um Düssel-dorf selbst einen Besuch abzustatten. Seltsam berührte es den,welcher ciue Zeit lang in Brandenburg oder Pommern gelebt,wo der Sieger von Düppcl eine so überaus populäre Gestalt,daß hier nur wenige den schneidigen Fcldmarschall erkanntenund begrüßten.

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Der erste Manövertag vor demAronpnnzen.

Es ist eine irrige Meinung, wenn man glaubt, daß dieManöver fortwährend interessante Bilder für das Publikumbringen. Der Zweck der Manöver ist, Uebung der Führerund Truppen und wenn oft Verhältnisse eintreten, welche dem

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