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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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145 Ein gräfslich Los sieb willig aufzulegen,Dazu ermahnt mich Marcus Curtius, 1 )Im gottgeweihten Waffenschmucke glänzend.Wie unentwegte Treu dem treuen FreundeGeschuldet sei, das zeigt mir Marc Luculi, 2 )

150 Und wie viel Edelmut auch nach dem TodeDem Feinde, lehrt ein andrer Marc Anton. 3 )Den Vater ehren heilst mich Marcus Cotta 4 )Und Marcus Scaurus streng sein für den Sohn. 5 )Verschmähn die Ehren, mafsvoll sie begehren,

155 ßutilius Marcus. 6 ) Wenn mein irdisch HerzVielleicht der Güter unerschöpfte FülleSich anzuhäufen wünscht in blindem Wahn,Ist Marcus Crassus 7 ) da. Gelüstet's michVom stolzen Sitze Kaiser und zur Erde

160 Der Fürsten Stolz zu werfen, Marcus Brutus 8 )Ist hier und seine furchtbar bittre Rache.Wenn mich die Tat des starken Arms, wenn mich

') M. Curtius, römischer Kittor, stürzte sich bewaffnet und zu Pferdein einen auf dem Forum entstandenen Erdschlund, der sich auf keineWeise ausfüllen lassen wollte. Sofort schlofs sich der Schlund.

2 ) M. Licinius Lucullus, Bruder des berühmten Lucullus, mit dem ersehr einträchtig lebte; beide verklagton zusammen den Q. Servilius undwaren zusammen Adilen.

3 ) M.Antonius, der Triumvir, von dem sonst nicht viel Gutes be-richtet wird, bestattete eiuon toten Gegner ehrenvoll und hüllte ihn inseine eigne Schärpe ein.

*) M. Cotta verklagte den Cn. Carbo, von dem sein Vater verurteiltwar, und setzte seine Verurteilung durch.

6 ) M. Ämilius Scaurus riet seinem Sohne, der aus der Schlacht ge-flohen war, sicli zu töten.

8 ) Rutilius, aber nicht M., sondern Publius, wurde nach gewissen-hafter Verwaltung Asiens von den Zollpächtern aus Rache angeklagt;verurteilt lebte er in Smyrna in Zuriickgezogenheit und nahm auch eineZurückberufung nicht an.

') Gemeint scheint M. Licinius Crassus Mucianus, den Tac. Ilist. I, 10und 11,5 entsprechend P.s Versen schildert.

8 ) M.Brutus helfet sowohl der Mann, der den König TarquiniusSuperbus vertrieb, als der Mörder Cäsars.